“Innovation wird von unten erzeugt”

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Juni 8, 2015 by Ulf Pillkahn

Große Unternehmen gelten ja selten als innovativ (natürlich gibt es Ausnahmen, aber darum geht es heute nicht). Warum das so ist, ist eine viel diskutierte Frage. Eine abschließende, umfassende Erklärung gibt es nicht (kann es nicht geben) aber die Argumente gehen immer in die gleiche Richtung: Trägheit, wenig Risikofreude, keine Fehlerkultur (was auch immer das genau ist), Hierarchien – die Innovationen mehr verhindern als fördern, eitle Chefs, wenig Visionen, Entscheidungsvakuum usw.
Nun veröffentlichte die Schweizer Firma Roche einen interessanten Beitrag in der NZZ und die Erkenntnis ist: es geht auch anders. Viele der traditionellen Weisheiten über Organisationen werden auf den Kopf gestellt: z.B.: Innovation wird von unten erzeugt. Aus eigener Erfahrung kann ich ergänzen ‘… und von oben verhindert’. Große Organisationen sind veränderungsresistent und Verhinderung von Veränderung gehört zum Alltag. Deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass es mit Roche ein Beispiel gibt, was sicher als Ausnahme zu bezeichnen ist. In dem Fall ist im Top-Management das Wissen darüber, wie Innovationen entstehen und wie sie entwickelt und gefördert werden, präsent. Genau das ist m.E. der erste Schritt für die Verbesserung des Innovationsklimas und der Innovationsfähigkeit von großen Unternehmen.


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